Stilrichtung

Okinawa ist das Ursprungsland des Karate, einer Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Diese entwickelte sich aus einheimischen Kampftraditionen in Verbindung mit dem chinesischen Quanfa (Kung-Fu). Shorinryu ist einer der zwei Hauptstile Okinawas. „Shorin“ ist die okinawanische Aussprache für das chinesische „Shaolin“, „Ryu“ bedeutet Stil. Maßgeblich wurde der Stil von Itosu Anko geprägt und an Chibana Chochin, einem Zeitgenossen von Gichin Funakoshi, den Urvater des Shotokan, weitergegeben. Shidokan ist der Name der Schule von Großmeister Miyahira Katsuya (*1918, Bild unten), einem Schüler von Chibana Choshin.
Shidokan heißt „Haus der gerechten Menschen“.Inhalt des Shorinryu sind nicht nur die überlieferten Techniken des waffenlosen Kampfes, sondern auch Budo, der „Weg des Kriegers“, die Philosophie der Kampfkünste. Deren Ziel ist es, durch hartes beständiges Üben sich selbst zu bezwingen und einen friedlichen ausgeglichenen Geist zu erlangen.

Traditionelles Karate ist vielseitig und für jeden, nicht nur für Supersportler geeignet. Es kann eine Form der Selbstverteidigung sein, der körperlichen Fitness dienen und ein Weg sein, nach inneren Werten wie z.B. Respekt, Friedfertigkeit und Selbsterfahrung zu streben. Diese Ziele werden vereint in dem Motto „Die Hand eines Teufels und das Herz eines Buddha.“(Bild unten). Im Mittelpunkt steht nicht der Wettkampf, sondern der eigene beständige Fortschritt. Traditionelles Karate fördert die Selbstdisziplin, Konzentration, Atmung, Körperhaltung, Reaktion, Selbstbewusstsein, Körperbewegung (Koordination), psychische und physische Stärke, Selbstüberwindung und Ausgeglichenheit.

handundherz